Registrierung von Frauen und Mädchen in einem Durchgangslager (Foto: Deutsches Historisches Museum)

 DIE MEISTEN ZWANGSARBEITER kamen aus Polen und der Ukraine. Aber auch aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden wurden Arbeitskräfte geholt, zum Teil auch Kriegsgefangene eingesetzt.
Während zu den »Westarbeitern« teilweise nach dem Krieg noch Kontakte bestanden, war dies bei den »Ostarbeitern« in der Regel nicht möglich. Erst nach den im Sommer 2000 ausgelösten Nachforschungen gelang es, eine ganze Reihe noch lebender Zwangsarbeiter wiederzufinden, die einst in kirchlichen Einrichtungen des Bistums Limburg gearbeitet haben oder untergebracht waren.
 386 ZWANGSARBEITER waren nach aktuellem Stand der Recherchen in katholischen Einrichtungen des Bistums Limburg beschäftigt. Diese Zahl schliesst auch die Kinder der Zwangsarbeiter sowie die Kriegsgefangenen ein.
Sie kamen aus Belgien (7), Frankreich (77), Italien (30), Jugoslawien (1), Lettland (10), Litauen (4), den Niederlanden (8), Norwegen (3), Polen (52), Rumänien (1), Rußland (73), der Slowakei (8) und der Ukraine (18). Zwei weitere Personen wurden als »Slowenische Absiedlerinnen« geführt, eine als »Ukrainischer Jugoslawe«, 3 als »staatenlos«. Bei 44 Personen ist nur die Herkunft aus Osteuropa, nicht aber das genaue Land bekannt; 4 weitere Personen stammten aus Westeuropa (genaue Länderherkunft unbekannt). Bei weiteren 40 Personen ist die Herkunft bislang gänzlich unbekannt.