LANDESHEILANSTALT EICHBERG In der 1849 gegründeten Landes-Heilanstalt für Geisteskranke im Rheingau bei Wiesbaden wurde 1941 unter dem Leiter Dr. Friedrich Mennecke eine der sog. Kinderfachabteilungen zur Tötung behinderter Kleinkinder eingerichtet. Die Gehirne der Opfer wurden an die Universitätsklinik in Heidelberg geliefert. Die Anstalt Eichberg war wie die in Herborn, Weilmünster, Scheuern und Kalmenhof Durchgangsstation, von der aus Patienten zur Tarnung der Mordaktion vor den Angehörigen nach Hadamar verlegt wurden. In Eichberg gab es auch Experimente mit Insulin bei Schockbehandlung. Die meisten Anstaltsärzte gehörten den »Erbgesundheitsgerichten« an, in deren Sitzungen die Erhebung rassenhygienischer Daten oder die Durchführung von Sterilisationen beschlossen wurden. Heute ist die »Klinik Eichberg« als »Zentrum für Soziale Psychiatrie Rheinblick« eine Einrichtung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Nähere Informationen bei Horst
Dickel.