Stalag LImburg XIIa bei Diez.
(Foto: H. Moos)

LIMBURG
WICHTIGE NICHT-KIRCHLICHE EINRICHTUNGEN

 STALAG XII A LIMBURG (MIT ZUCHTHAUS FREIENDIEZ) Der Kriegsausbruch 1939 hatte auch die Einrichtung von Kriegsgefangenenlagern durch die Deutschen zur Folge. Über »Auffanglager« hinter der Front und »Durchgangslager« (»Dulags«) als Zwischenstationen kamen die Kriegsgefangenen ins Reichsgebiet, wo sie je nach Dienstgrad und Waffengattung in ein »Offlag« (Offizierslager), ein »Marlag« (Marinelager) oder z.B. in ein »Stalag Luft« (Lager für Angehörige der Luftwaffe) eingewiesen wurden. »Stalags« stand für »Stammlager«; hier wurden die einfachen Mannschaftsdienstgrade des Landheeres untergebracht. Die Lager waren in die militärische Hierarchie eingeordnet und unterstanden der Abteilung für Kriegsgefangenenwesen im Allgemeinen Wehrmachtsamt beim OKW. Über den Stalag-Kommandeuren stand das jeweilige Wehrkreiskommando, nach dessen lateinischer Nummerierung auch die Kennziffer des jeweiligen Lagers vergeben wurde. Das »Stalag« Limburg XII A bei Diez diente vom 28.8.1939 bis 29.1.1940 als »Dulag«, dann bis Kriegsende als »Stalag«, ausgelegt für ca. 43.000 gleichzeitig untergebrachte Kriegsgefangene, vor allem Belgier, Franzosen, Briten, Polen, Russen, US-Amerikaner und Italiener. Benachbart zum Stalag befand sich das reguläre Strafgefängnis Freiendiez, in das Kriegsgefangene bei Verstößen eingewiesen wurden. Auch Todesurteile wurden dort vollstreckt. Näheres zum Stalag Limburg und zum Gefängnis Freiendiez findet sich bei Marie-Louise Crone.
 Zur Liste aller Einrichtungen im Bistum Limburg, in denen Zwangsarbeiter untergebracht oder beschäftigt waren.
 Zurück zur Übersichtskarte