Registrierkarte von Anna K. aus der Wiesbadener »Ostarbeiterkartei« (Stadtarchiv Wiesbaden).

WIESBADEN
ST. JOSEFS-HOSPITAL DER ARMEN DIENSTMÄGDE JESU CHRISTI

 1892 ÜBERNAHMEN DERNBACHER SCHWESTERN die Krankenpflege im St. Josefs-Hospital. In den 30er Jahren war die Klinik auf Chirurgie und Gynäkologie spezialisiert. 26 Schwestern (Stand 1936) und Laienschwestern versorgten die bis zu 110 Kranken. Die »Ostarbeiterkartei« der Stadt Wiesbaden weist seit dem 13. Dezember 1943 Anna K. (*1923) aus Posulwek, Kreis Sierards/Polen als »Arbeiterin« in Diensten des Josefs-Hospitals nach. Näheres ist zu ihr bislang nicht bekannt.
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 DIE »DERNBACHER SCHWESTERN«  wurden 1842 durch Maria Katharina Kaspar zunächst als »Verein für junge Frauen« gegründet. 1847 baute sie in Dernbach ein kleines Haus, in das sie mit ihren ersten Gefährtinnen einzog. Als Arme Dienstmägde Jesu Christi wurde die Ordensgemeinschaft 1850 von der Kirche anerkannt. 1938 gehörten ihr 4.556 Schwestern an.
1939 unterhielten die Dernbacher Schwestern in der Diözese Limburg 115 Niederlassungen, davon 87 mit einem Kindergarten und 61 mit einer angegliederten Nähschule. Viele dieser Einrichtungen wurden durch das nationalsozialistische Regime geschlossen oder anderen Nutzungen zugeführt.