HOCHHEIM
ELISABETH-KRANKENHAUS DER ARMEN DIENSTMÄGDE JESU CHRISTI

 1936 VERFÜGTE DAS ELISABETH-KRANKENHAUS über insgesamt 67 Betten für die Kranken- und Altenpflege. 15 Schwestern arbeiteten hier. 1943 hielt die Chronik fest: »Für den Garten und Stallarbeiten wurden uns 2 Ukrainer zugewiesen vom Arbeitsamt und für die Baracke (Isolierstation) eine Russin.« Zu diesen drei Personen und der erwähnten Baracke gibt es bislang keine näheren Erkenntnisse.
 AUSSAGEN EINER ZEITZEUGIN aus Hochheim geben jedoch Hinweise darauf, dass es sich bei den genannten Personen um die altkatholische Polin »Kascha«, beschäftigt in der Krankenhausküche, sowie Johann R. und dessen Sohn Wilhelm R. (*1921 in Stankowa/Ukraine) handeln könnte.
Die Niederlassung der Dernbacher Schwestern in Hochheim bestand von 1857 bis 1965.
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 DIE »DERNBACHER SCHWESTERN«  wurden 1842 durch Maria Katharina Kaspar zunächst als »Verein für junge Frauen« gegründet. 1847 baute sie in Dernbach ein kleines Haus, in das sie mit ihren ersten Gefährtinnen einzog. Als Arme Dienstmägde Jesu Christi wurde die Ordensgemeinschaft 1850 von der Kirche anerkannt. 1938 gehörten ihr 4.556 Schwestern an.
1939 unterhielten die Dernbacher Schwestern in der Diözese Limburg 115 Niederlassungen, davon 87 mit einem Kindergarten und 61 mit einer angegliederten Nähschule. Viele dieser Einrichtungen wurden durch das nationalsozialistische Regime geschlossen oder anderen Nutzungen zugeführt.