OBERLAHNSTEIN
STÄDTISCHES KRANKENHAUS DER ARMEN DIENSTMÄGDE JESU CHRISTI

 DIE PFLEGE DER KRANKEN im Städtischen Krankenhaus Oberlahnstein war seit 1858 den Dernbacher Schwestern anvertraut. Am 26. August 1939 wurde das Haus von der Wehrmacht als Reservelazarett »Hilfskrankenhaus Heilquelle« beschlagnahmt. Die Schwestern blieben zur Versorgung der Verletzten und Kranken am Ort. Im Oktober 1939 zogen zudem alte und pflegebedürftige Menschen ein.
 EINE BARACKE FÜR 30 KRANKE KRIEGSGEFANGENE wurde am 20. März 1943 eingerichtet. Über die Beschäftigung von Zwangsarbeitern im Städtischen Krankenhaus ist bislang nichts bekannt. Beim Bombenangriff am 11. November 1944 war jedoch Pfarrer Delabre, ein französischer Kriegsgefangener, sofort zu Hilfeleistungen zur Stelle. Um herauszufinden, wo er lebte und arbeitete, bedarf es weiterer Recherchen.
 Zur Liste aller Einrichtungen im Bistum Limburg, in denen Zwangsarbeiter untergebracht oder beschäftigt waren.
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 NEBEN DEM BETRIEB IHRER EIGENEN HÄUSER  hatten die »Dernbacher Schwestern« in verschiedenen städtischen und kirchlichen Krankenhäusern im Raum Frankfurt und in Oberlahnstein per »Gestellungsvertrag« die Verantwortung für die Organisation und Durchführung der Krankenpflege übernommen. In dieser Funktion wurden sie auch für die dort beschäftigten ZwangsarbeiterInnen zu Vorgesetzten und »Arbeitgebern«.