IM SCHWESTERNHAUS MARIA HILF der Pallottinerinnen in Obertiefenbach-Beselich wurden während des Krieges sowohl Verwundete versorgt und aufgenommen als auch Flüchtlinge und Soldaten beherbergt und neben dem Schwesternhaus eine Feldküche eingerichtet.
HINWEISE AUF KRIEGSGEFANGENE finden sich wiederholt in der Chronik des Hauses. 1941/42 heißt es: »Unser Koks schmolz rasch zusammen (...) Den ganzen Sommer und Herbst [1941] durch hatten wir auch den Kriegsgefangenen Badegelegenheit gegeben und dadurch ziemlich viel Koks verbraucht.« Ein Antrag auf zusätzliche Kokslieferung wurde damit begründet, dass 14-tägig den Gefangenen aus Obertiefenbach und den umliegenden Ortschaften das Baden ermöglicht würde. Auch am 11. Januar 1943 wurde Koks angeliefert: »Der Stützpunktleiter, Herr Jung, schickt den Schwestern 6 Russen, die an 2 Vormittagen den gelieferten Koks einschaufeln.« Wer diese Russen waren, welchen Status sie hatten und ob sie den Schwestern auch zu anderen Tätigkeiten zur Verfügung standen, ist noch nicht bekannt.