ELZ ST. JOSEPHSHAUS DER ARMEN DIENSTMÄGDE JESU CHRISTI DIE DERNBACHER SCHWESTERN kamen am 5. Mai 1893 nach Elz, wo sie eine »Kinderbewahrschule« (Kindergarten bzw. Vorschule) eröffneten und sich der Krankenpflege widmeten. Später kamen die Betreuung geistig behinderter Menschen und die Pflege von Wöchnerinnen hinzu. 1934 wurde das St. Josephshaus zum Alten- und Siechenheim deklariert und um das »Schutzengel-Haus« erweitert. »WEHRUNWÜRDIGE« JESUITEN UND GEISTLICHE, die mit dem Nationalsozialismus in Konflikt geraten waren, fanden in den Jahren des »Dritten Reiches« ein Refugium im St. Josephshaus. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges suchten auch viele Menschen aus der weiteren Umgebung dort Schutz: Anwohner aus Elz, durch die Fliegerangriffe obdachlos gewordene Frankfurter Bürger und Evakuierte aus Köln, Essen und Duisburg. ERKRANKTE POLNISCHE ZWANGSARBEITER aus dem Umland wurden zur Behandlung nach Elz gesandt. In der Hauschronik des Jahres 1941 heißt es: »Am 13.5. besichtigten Herr Kreisarzt Dr. Jürges und der Leiter der Allg. Ortskrankenkasse Limburg unsere Krankenräume und trafen eine Vereinbarung, daß die erkrankten polnischen Landarbeiter der Krankenkassen Limburg, Diez, Montabaur, Marienberg und Weilburg zur Pflege und Behandlung hier untergebracht würden; 5 Betten für männliche und 5 Betten für weibliche Erkrankte müssen reserviert werden. An Stelle des ins Heer eingerückten Knechtes wurde uns für unsere Landwirtschaft vom Arbeitsamt ein französischer Gefangener zur Arbeit zugewiesen.« Wer dieser Mann war, wie lange er bei den Schwestern arbeitete – diese Fragen sind noch nicht zu beantworten.
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